Unterbringung der Igel
Hinweise zur Unterbringung der Igel bei Aufnahme ins Haus
sowie
Ratschläge zum Bau eines Igelhauses im Garten für freilebende Igel
herausgegeben vom
Komitee für Igelschutz e.V. Hamburg
Geschäftsstelle
Flaßheide 42 - 22525 Hamburg
Telefon: 040 - 5 40 48 07 Fax: 040 - 52 01 48 02
E-Mail: Igelverein-Hamburg@t-online.de
Internet: www.igelkomitee-hamburg.de
Die Igel bevorzugen es, in einem trockenen, geschützten Unterschlupf zu schlafen.
Sie vertragen keine Nässe und keine Zugluft.
Unterbringung im Haus oder in der Wohnung
Der Raum sollte Tageslichteinfall oder eine Lichtquelle haben und zu belüften sein. Gut wäre es, wenn die Luftfeuchtigkeit etwa 50 - 60 % betragen würde, denn Igel mögen keine trockene Luft. Es ist jedoch schwer, die Luftfeuchtigkeit in einem Raum nachhalting zu verändern. Kranke und untergewichtige Igel sowie junge Igel benötigen eine Raumtemperatur von 18 bis 20o C am Boden gemessen. Temperaturen unter 16o C können bei Jungigeln zur Futterverweigerung führen.
Lediglich gesunde Igel mit einem Gewicht über 500 g, die auf den Winterschlaf vorbereitet werden sollen, vertragen geringere Raumtemperaturen, und es ist sogar von Vorteil, wenn sie langsam bis unter 5o C gedrosselt werden kann.
Gewicht und Temperatur regeln den Winterschlaf !
Der Igel sollte einen Auslauf von ca. 1,5 m2 haben. Da Igel gute Kletterer sind, müssen die Wände des Geheges mindestens 35 cm hoch sein. Als Wände eignen sich sehr gut glatte beschichtete Pressspanplatten, die abgewaschen werden können und die man außen mit Haken und Ösen (jeweils 1 oben und unten an jeder Ecke) zu einem Laufstall verbinden kann. Wegen Verletzungsgefahr sollte als Abtrennung zum übrigen Raum kein Maschendraht verwendet werden; außerdem ist der Igel ein guter Kletterer.
Es besteht auch die Möglichkeit, zwei große Kartons (z.B. von Fernsehern) miteinander zu verbinden, damit der Igel mehr Auslauf hat. Dies geschieht, indem man zwischen den beiden Kartons in einer Ecke einen Durchgang von ca. 12 x 12 cm hineinschneidet und an dieser Stelle die Kartons mit Klebeband fest verbindet.
Der Schlafkarton wird in das Gehege hineingestellt. Bei den 2 verbundenen Fernsehkartons kann man den Schlafkarton auch außen anbringen und mit einem Durchgang (10 cm breit und 12 cm hch) zu den beiden großen Kartons versehen. Auch im Bereich des Durchgangs werden die Kartons dann wieder mit Klebeband fest verbunden. Der außen angebrachte Schlafkarton muss beschwert werden, damit der Igel nicht den Kartondeckel hochdrücken kann.
Der Schlafkarton für einen Igel bis 500 g Gewicht hat mindestens eine Größe von ca.
21 x 31 cm (Kopierpapier-Karton) und ist etwa 20 cm hoch. Wächst der Igel heran, wird ein größerer Karton genommen. An der breiten Seite rechts oder links wird ein Eingang hineingeschnitten in der Form, dass die ausgeschnittene Pappe nach innen gedrückt und mit Klebeband am Boden befestigt wird (siehe Abbildung). Der Karton wird innen mit einer dicken Lage Zeitungspapier ausgelegt und mit zerrissenem und zerknittertem Zeitungspapier locker gefüllt. So kann sich der Igel darin ein Schlafnest bauen. Die nach innen gedrückte Pappe im Eingangsbereich verhindert, dass Papier vom Schlafnest den Eingang blockiert. Das Zeitungspapier im Schlafkarton wird nur dann erneuert, wenn es stark riecht.
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